Mural Memoria

Universidad de Buenos Aires- Argentinien

Wintersemester 2024/24
Mural Memoria
Foto: Clara, Uni Jena

Clara, Bachelor Soziologie und Psychologie

Die letzten 6 Monate in Buenos Aires waren eine spannende, schöne und auch durchwachsene Erfahrung. Für das Wintersemester 2024/25 bin ich in den argentinischen Sommer geflüchtet, gehe aktuell in der Hitze ein, sehne mich nach kalten Wintertagen in Jena, habe Sorge vor dem Zurücklassen des aufgebauten Lebens hier und vor dem Nachhausekommen und freue mich gleichzeitig auch aufs Wiederkommen und Wiedersehen. Hier ein Versuch meine Erfahrungen rund um meinen Aufenthalt, das Studium und die Uni zusammenzufassen:

Visum und Konsulat

Immer irgendwie doch komplizierter als gedacht: Da ich ein Visum für 8 Monate beantragt habe, waren noch ein paar weitere Dokumente erforderlich und obwohl ich Monate vorher angefangen habe, mich um die Dokumente zu kümmern, war es schlussendlich wirklich sehr knapp und unangenehm stressig. Zwei Tage vor meinem Abflug stand ich schlecht vorbereitet in der argentinischen Botschaft in Berlin. Nachdem mich die entsetzten, fassungslosen Blicke der beiden Mitarbeitenden in der Botschaft getroffen haben, haben sie alles in Bewegung gesetzt, damit ich in zwei Tagen mit Visum-Sticker im Reisepass in den Flieger steigen und nach Argentinien einreisen kann. Meine Empfehlung (besonders für Visa für einen längeren Zeitraum): Frühzeitig drum kümmern und sich vielleicht beim Zusammensammeln der Dokumente auch mal über die Schulter gucken lassen!

Blick vom Palacio Barolo über Buenos Aires

Foto: Clara, Uni Jena

Wohnen

Alles anders gekommen als gedacht, aber trotzdem nett: Von Deutschland aus habe ich mir ein WG-Zimmer für den ersten Monat in einer fünfer WG über AirBnB in San Telmo organisiert - fußläufig von der Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Obwohl das Zusammenleben nicht gemeinschaftlich war, war es für den ersten Monat trotzdem angenehm, ein Zimmer zu haben, um erstmal in Ruhe anzukommen und mich von hier aus auf WG-Suche zu begeben. Ich habe mich bei Roomgo und bei Airbnb umgeguckt auf der Suche nach einer gemeinschaftlichen WG mit Argentinier*innen – wie ich sie mir in den Monaten der Vorbereitung ausgemalt hatte - bin aber leider bei der Suche gescheitert. Schlussendlich bin ich dann über einen Freund aus der Uni an ein Zimmer in einer ´Residencia´ gekommen (ebenfalls in San Telmo). ´Residencias´ sind Wohnhäuser mit WGs, in denen viele junge Menschen zusammen wohnen. In meinem Fall waren es primär internationale Studierende, ab und zu Touristen und ´Digital Nomads´. Argentinier*innen habe ich dort wenige getroffen. Die meisten Argentinier*innen, die ich an der Uni kennengelernt habe, haben mit ihren Eltern, ihrer Beziehungsperson, oder allein gewohnt. Von gemeinschaftlich organisierten WGs habe ich tatsächlich wenig gehört. Weil mich die Wohnungssuche doch etwas gestresst hat, habe ich mich irgendwann von meinem Ideal eine WG mit Argentinier*innen zu finden verabschiedet und bin in der Residencia geblieben. Ich werde schlussendlich 7 von den 8 Monaten dort gewohnt haben und hatte dadurch gut Zeit, es mir in meinem Zimmer gemütlich zu machen und ein Zuhausegefühl zu entwickeln, auch in dem Stadtviertel: Meinen Gemüse- und Obstladen zu haben, die Bäckerei um die Ecke, das Café, in denen man die Menschen irgendwann kennt, sich mit Namen begrüßen und kurz auf einen kleinen Smalltalk bleiben kann. Das war mir viel Wert und hat mich in San Telmo und in Buenos Aires sehr wohlfühlen lassen und mir ein Gefühl für die Stadt und ihre Menschen gegeben.
Eine Sache fällt mir in dem Kontext ´Wohnen´ noch ein: Die meisten Fenster sind einfachverglast und die Stadt schläft nicht. Es ist nicht leicht, in Buenos Aires dem konstanten Geräuschpegel zu entkommen. Ohropax haben mir dabei tatsächlich nur begrenzt geholfen.

Marcha del Orgullo in Buenos Aires am 02.11.2024

Foto: Clara, Uni Jena

Geld/ Lebenshaltungskosten

Mit ein wenig Bargeld für den ersten Moment und einem WesternUnion Account ist man gut ausgestattet (es sei denn man will ein Auto mieten. Dann macht sich eine Kreditkarte nicht schlecht): Ich wünschte, mir hätte jemand vor meiner Ankunft von WesternUnion erzählt, weil ich anfänglich bei der Geldsuche ein wenig verzweifelt bin. Vom Geldabheben würde ich abraten: als ich Ende Juli 2024 angekommen bin, lag der Maximalbetrag, den man anheben konnte, bei 40.000 Pesos (ca. 43 Euro – Stand Januar 2025), für den man dann noch 7.500 Pesos Gebühren zahlen muss… Auch wenn man an vielen Orten mit Karte bezahlen kann, läuft das meiste über ´mercadopago´ (kann man sich jedoch ohne argentinische ID nicht einrichten) oder Bargeld. Nicht selten bekommt man 10 bis 20 % Rabatt, wenn man bar zahlt.
Was die Lebenshaltungskosten in Buenos Aires aktuell betrifft: Sport-, Tanz-, Kunstkurse sind sehr viel günstiger als bei uns. Lebensmittelpreise sind ähnlich, Importprodukte um einiges teurer. Die Preise in Restaurants und Cafés sind ebenfalls vergleichbar mit denen in Deutschland. Der Service ist nicht inbegriffen und es gilt ähnlich wie in Deutschland: Wenn man kann und mag, kann man etwa 10% Trinkgeld geben. Wohnungstechnisch habe ich Buenos Aires ähnlich wie Jena wahrgenommen. Für das Zimmer in San Telmo (ca. 23m², schöne Altbauwohnung, super Bad und Küche, riesiges Fenster, möbliert, Gemeinschaftsräume zum Arbeiten, Dachterrasse, Grill, Schnickschnack) habe ich 295 Euro im Monat gezahlt. Etwas billigere Unterkünfte findet man aber auch.

ÖPNV

Für Busse und die U-Bahn braucht man eine Sube-Karte. Kaufen und Aufladen kann man diese in den U-Bahn-Stationen selbst. Die einzelnen Fahrten sind billig (40 bis 75 Cent - Stand 01/2025). Wenn man in den Bus einsteigt, muss man die Karte gegen das Lesegerät halten und der Busfahrer*in sagen, bis wo man fährt. Durch dieses System blicke ich bis heute nicht zu hundert Prozent durch… Bushaltestellen sind schwer zu erkennen, manchmal muss man es einfach wissen oder genau hingucken und hoffen, dass man irgendwo an einer Hauswand eine kleine bunte Busnummer findet. Einen Namen haben die Haltestellen nicht. Da die Stadt wie ein Schachbrett organisiert ist - alles schön quadratisch - kann man der Busfahrer*in die Straße ansagen, die die Straße, auf der man sich befindet, kreuzt. (verständlich? :/) Wenn es in der Nähe eines bekannten Ortes ist, kann man auch den nennen (Botanischer Garten, Chinatown, ein Museum oder Ähnliches). Die Busse halten nur an, um dich mit einzusammeln, wenn du die Hand herausstreckst! Ansonsten fahren sie ungerührt an dir vorbei. (Hilfreich ist die App Moovit. Oder auch einfach GoogleMaps)
Tagsüber erreicht man alle Orte hervorragend mit den Öffis und auch nachts kommt man überall noch gut hin. Die U-Bahn hört zwar irgendwann auf zu fahren, aber die Busse fahren die ganze Nacht. Auch wenn die meisten Orte zu jeder Uhrzeit noch ein wenig belebt und beleuchtet sind, habe ich mich nachts alleine nicht super wohl gefühlt. Wenn es sich einrichten lässt, würde ich nachts mindestens zu zweit unterwegs sein. Ansonsten: Uber und Cabify sind hier sehr beliebt und auch bezahlbar

Öffentliche Seminare und Vorlesungen auf der Straße vor dem Eingang der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der UBA als Form des Protests für die Verteidigung der öffentlichen Universitäten.

Foto: Clara, Uni Jena

Erfahrung an der Universidad de Buenos Aires

Das Ankommen an der UBA war super angenehm. Die Veranstaltungen für die Internationalen Studierenden waren super organisiert, man konnte sich gut schnell kennen lernen, wurde beim Zurechtfinden an der UBA und in der Stadt von den argentinischen Studierenden gut unterstützt! Bevor man sich festlegen muss, welche Kurse man während des Semesters belegen will, hat man ein bis zwei Wochen Zeit, sich in Seminare und Vorlesungen zu setzen und erstmal reinzuhören. Ich kann auf jeden Fall empfehlen, diese Zeit zu nutzen und sich, wenn man Lust hat, auch in den anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen umzugucken. Von der UBA aus gibt es für die internationalen Studierenden keine Beschränkung, was das Fach angeht. Was die einzelnen Kurse betrifft: Die meisten Pflichtkurse sind 6 stündig die Woche – 4 davon sind Vorlesung und 2 Seminar. Die Wahlpflichtkurse sind 4 stündig die Woche – entweder am Stück oder zwei mal zwei Stunden die Woche. In allen Kursen wird erwartet, dass die Pflichtlektüre gelesen wird. Bei drei Kursen kommt man die Woche gut auf 300 Seiten (eher ein wenig mehr). Wegen des Umfangs der Fächer wird empfohlen, nicht mehr als drei zu belegen. Obwohl ich
mich im Spanischen vor der Abreise schon recht sicher gefühlt habe, waren die Vorlesungen, Seminare, die viele Literatur und auch die Prüfungsformate eine Herausforderung. In allen Kursen habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Studierenden untereinander gut organisiert, offen und hilfsbereit sind: Zusammenfassungen der Literatur und Notizen von den Vorlesungen und Seminaren werden großzügig geteilt und vor den Prüfungen gemeinsam gelernt.

Was bezüglich der Kurswahl vielleicht noch interessant ist zu wissen: Nicht alle Kurse, die anfänglich auf der Liste der wählbaren Kurse stehen, sind schlussendlich auch für internationale Studierenden geöffnet. Trotzdem ist die Auswahl nach wie vor breit und ein Fokus auf Lateinamerika sehr gut möglich: Neben grundlegenden Kursen zur Geschichte Lateinamerikas gibt es auch viele Seminare, die sich auf unterschiedlichen Dimensionen mit der aktuellen Sozialpolitischen Lage in Argentinien beschäftigen. In einem der Kurse, die ich belegt habe, ging es um soziale Veränderungsprozesse im Wechsel von dem 20. auf das 21. Jahrhundert in Lateinamerika, wobei ein Fokus auf dem Wechsel von der politischen Linken zur neuen Rechten in Lateinamerika lag. Hier war es vor allem auch interessant mit den Studierenden und Dozierenden in Austausch zu kommen und die politische Rechte und Linke in Lateinamerika mit denen Europa und Deutschland zu vergleichen und passende Konzepte zur Beschreibung und Analyse zu finden.
Der Austausch war für mich auch durch die entspannte hierarchiearme Stimmung sehr angenehm: Grundsätzlich wird sich geduzt (das ´vos´, dass in Argentinien hauptsächlich statt dem ´tu´ und ´usted´ verwendet wird, steuert bestimmt dazu bei) und in Seminaren und Vorlesungen wird sich nicht selten mit der Professorin Mate geteilt. Die meisten Dozierende an der Universität arbeiten noch in einem zweiten Job, da das Gehalt so niedrig ist. Viele Dozierende bringen dadurch viel praktisches Wissen zu den Vorlesungs- und Seminarthemen mit, was den Unterricht immer sehr lebendig gemacht hat. Das gepaart mit einigen weiteren Aspekten haben mich auf jeden Fall mit viel Interesse und Begeisterung für neue Themen angesteckt: Ein gewissen Stolz, Teil der UBA und des öffentlichen Bildungssektors sein zu dürfen, ob als Studierende*r und Dozierende*r; ein breit geteiltes Allgemeinwissen und Interesse an der nationalen Geschichte und Politik und vor allem den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und eine ansteckende Begeisterung der Dozierenden für ihr Fach. Wenn es sich für mich angeboten hätte, hätte ich sehr gerne noch ein zweites Semester hier an der UBA Soziologie studiert!

Innenhof der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der UBA

Foto: Clara, Uni Jena

Politische Lage, Demonstrationen und die Rolle der Universität

Die UBA habe ich als einen sehr politischen Ort kennengelernt (die Sozialwissenschaftliche Fakultät befindet sich bestimmt an einem Extrem des Spektrums). Politischer und Hochschulpolitischer Aktivismus ist großer Teil des Uni-Alltags: Es wird sich viel organisiert, mit Studierenden, Dozierenden und allen Mitarbeitenden der Universität; innerhalb der Fakultät, Fakultätsübergreifend, Universitätsübergreifend und auch mit Gewerkschaften und anderen politischen Organisationen, um das öffentliche Bildungssystem gegen die Politik Mileis zu verteidigen. Aber auch zu unterschiedlichsten Themen, wie zum Beispiel am 01/02/2025, beteiligt sich die UBA an Demonstrationen gegen die Politiken und Hassreden den Präsidenten Mileis (Anlass waren am 01.02. die Aussagen Mileis beim Weltwirtschaftsforum in Davos und seine Tweets im Anschluss). Ein großer Teil der Uni-Erfahrung war sehr von der politischen Lage geprägt: Aufgrund der aktuellen Politik Mileis und vor allem der Sparpolitiken, die die öffentlichen Universitäten stark treffen, kam es neben den Demonstrationen auch häufig zu Streiks der Dozierenden und Unibesetzungen. Neben öffentlichem Unterricht auf der Straße als Form des Protests, sind auch nicht selten Kurse ausgefallen, Prüfungstermine entsprechend verschoben worden und die vorgestellten Lernziele mussten reduziert werden. Ich gehe nicht davon aus, dass sich Mileis Politik wesentlich ändern wird und schätze, dass der Widerstand von Seiten der Universitäten anhalten wird. Dies sollte man vielleicht im Kopf haben, wenn man sich aktuell für ein Auslandssemester in Argentinien bewirbt.
Bezüglich der Teilnahme an Demonstrationen: Man sollte bedenken, dass die aktuelle Regierung Demonstrationen, die den Verkehr blockieren (also alle, die über Versammlungen auf dem Bürgersteig hinausgehen), verboten hat. Bei vielen Demonstrationen, die sich aktiv gegen die Politik Mileis und seiner Regierung richten, kommt es zu Polizeigewalt und auch zu willkürlichen Festnahmen. Dazu gehören die Demonstrationen von Mitte letzten Jahres gegen das Reformprogramm Mileis und auch die aktuellen Demonstrationen der Rentnerinnen, die sich aktiv gegen Mileis Rentenpolitik richten. Wenn es sich um Demonstrationen handelt wie dem 8. März, oder der Pride Parade, ist Polizeigewalt unwahrscheinlicher, da es sich um sehr große, breit unterstützte Demonstrationen handelt, die sich im ersten Moment nicht aktiv gegen die Regierung richten, sondern eher einen festiven Charakter haben.
Wenn man an Demonstrationen teilnehmen möchte, bietet es sich an, mit der Universität zu gehen. Der Treffpunkt ist meistens an der Fakultät, von dort wird gemeinsam der Weg zur Demonstration gegangen und auch bis Ende der Demonstration zusammengeblieben. Nach offiziellem Ende der Demo noch lange zu bleiben oder den Hin- und Rückweg allein zu beschreiten, würde ich nicht empfehlen. Ich habe mich mit der großen Gruppe der Mitstudierenden, oder mit einer Gruppe von Freund*innen auf den Demonstrationen immer sicher gefühlt und würde mich grundsätzlich dafür aussprechen, teilzunehmen und zu unterstützen, wo man kann und möchte. Das Einfordern und Einstehen für bessere Lebensbedingungen, für das Einhalten der Menschenrechte und die Nicht-Diskriminierung auf der Straße, durch groß und gut organisierte Demonstrationen, stellen nach meinem Verständnis einen wichtigen Teil der argentinischen Identität dar und ich fand es bereichernd diese massive Mobilisierung der Zivilbevölkerung mitzuerleben.

Kultur- / Freizeitangebot

Am Anfang des Semesters habe ich mir eine Sportgruppe außerhalb der Uni gesucht, um ein wenig Regelmäßigkeit in den Alltag zu bekommen, einen Ausgleich von der Uni zu haben und Leute kennenzulernen. Da der Unisport nicht so breit aufgestellt ist wie bei uns in Jena und auch nur auf Leistungsniveau stattfindet, stand dieser leider für mich nicht mehr zur Auswahl. Wenn man Lust hat auf Wettkämpfe, könnte man dann aber innerhalb der UBA gegen die anderen Fakultäten antreten. Es ist bestimmt nett und eine tolle Möglichkeit Leute kennenzulernen! Bei den Einführungstagen kann man nachfragen und es wird der Kontakt für einen hergestellt. Wenn man Lust hat auf Aktivität und Leute außerhalb der Uni, hat Buenos Aires sehr viel zu bieten. Egal wonach man sucht, man wird höchstwahrscheinlich schnell fündig. Vieles ist über die ´Centros Culturales´ organisiert, die es in jedem Stadtviertel gibt. Dort gibt es dann für wenig Geld unterschiedlichste Arten von Musik-, Kunst- und Tanzkursen… langweilig wird es also nicht. Schwierig fand ich es eher, mich nicht von dem ganzen Angebot erschlagen zu fühlen :D. Auch das Angebot an Theater, Kino, Konzerten, Museen etc. ist riesig. Museen voller lateinamerikanischer Kunst, die man bei uns nicht so einfach zu sehen kriegt. (Wenn man den Kurs an der UBA zur Sozialen Geschichte Lateinamerikas belegt hat, machen die Museen noch ein bisschen mehr Spaß). Auch kann ich auf jeden Fall empfehlen, die Gedenkstätten zur letzten Militärdiktatur zu besuchen. Vor allem, weil sie langsam aber sicher unter der Regierung Mileis abgebaut werden, das Personal gekündigt wird und damit die wirklich sehr professionellen, informativen Touren reduziert werden oder gänzlich wegfallen.
Ich habe mich dazu entschieden, hier in Buenos Aires noch zwei Praktika zu machen und bleibe deswegen noch bis Ende März. Grundsätzlich kann ich empfehlen, sich für die Stadt und das Land Zeit zu nehmen. Vielleicht zwei Semester zu bleiben, noch ein Praktikum zu machen oder auch in den Semesterferien zu reisen. Die Zeit vergeht doch immer schneller als man denkt und wenn man gerade das Gefühl hat, sich eingelebt zu haben, die Stadt, den Rhythmus und die Menschen ein bisschen besser zu verstehen, muss man schon wieder aufbrechen. Ich habe die trubelige, kulturreiche, laute und stinkende Stadt und die offenen Menschen sehr ins Herz geschlossen und hoffe, bald wieder kommen zu können :)
Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, dann meldet euch sehr gerne! Meine Mailadresse und Telefonnummer haben das Internationale Büro.