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Bei der Vorbereitung haben mir wirklich alle von IDEAS bereitgestellten Checklisten, Links zu Infomaterialien und auch Tipps in den Mails geholfen. Außerdem hat mir auch das Internationale Büro der FSU (unbedingt auch deren Informationsveranstaltung besuchen!) einige Hilfestellungen sowie Ratschläge gegeben. Besonders wichtig war es mir dann zunächst alle wichtigen Dokumente (u.a. auch Sprachnachweise, das kann etwas dauern, da man auf Termine für die Prüfung sowie auf das Dokument nach der Prüfung warten muss, weswegen man sich darum früh genug kümmern sollte) sowie Versicherungen zu organisieren.
In Georgien habe ich dann in der Wohnung von entfernten Verwandten gewohnt, die sie sonst an Touristen vermieten. In Georgien bieten die Unis aber meist Zimmer in Studentenwohnheimen an. Wenn man jedoch lieber in einer Wohnung wohnen möchte, so kann man diese leicht über Facebook-Gruppen, WhatsApp-Gruppen (besonders die für ERASMUS-Studenten) oder Airbnb finden und anmieten.
Tifliser Altstadt im Spätsommer
Foto: Nina, Uni JenaMeine Freizeit habe ich mit vielen Spaziergängen verbracht. Mein großes Ziel war, die Stadt Tbilisi so gut wie möglich kennen zu lernen, und durch die ganzen langen Spaziergänge habe ich das auch geschafft. Man kann in Tbilisi viel Zeit auf verschiedenen Märkten und Bazars verbringen, aber auch klassisch in einer der Malls shoppen gehen. Die Kinos dort bieten auch englischsprachige Vorstellungen an. Auch die Museen sind klasse, um dort seine Freizeit zu verbringen. Außerdem bieten sich Besuche der Oper oder Theateraufführungen an, da die Eintrittspreise und die Qualität der Aufführungen wirklich gut sind. Man sollte auch unbedingt auf die Trips, die vom ESN organisiert werden, da man damit wirklich preiswert das Land kennen lernen kann. Ebenso auf die restlichen Veranstaltungen, die angeboten werden. So kann man sich gut vernetzen.
Einen direkten Lieblingsort habe ich nicht, dafür haben mir zu viele gefallen. Das erste und zweite Gebäude der TSU sind wirklich tolle Gebäude gewesen, in denen ich mich gerne aufgehalten habe. Ansonsten hab ich eine tiefe Verbindung zum Avlabari, Rike Park (bis in die 70er Jahre war dort ein Wohngebiet) und der Baratashvili Street, da dort meine Mutter aufgewachsen ist und meine Großmutter, die ich nie kennenlernen konnte, gearbeitet hat, weswegen es mich dorthin immer wieder hingezogen hat. Ansonsten sind Aussichtspunkte meine Lieblingsorte gewesen: Mtatsminda Park, Mother of Georgia, Turtle Lake, King Parnavaz Park und Chronicles of Georgia.
Ich bei den Chronicles of Georgia
Foto: Nina, Uni JenaAuch bei den schönsten Erinnerungen kann ich mich schwer entscheiden. Sehr schön habe ich ein Wochenende in Gori in Erinnerung, wo es besonders geschichtslastig geworden ist. So haben wir zu dritt am Samstag das Stalin Museum erkundet, wo ich in die Rolle der Geschichtslehrerin schlüpfen konnte und mit den beiden Kommilitoninnen, die Politikwissenschaft studieren, die Propaganda innerhalb des Museums aufdecken konnte. Am nächsten Tag besuchten wir dann die antike Stadt Uplistsikhe, von der aus man einen wunderschönen Blick auf den Kaukasus hatte. Besonders in Erinnerung habe ich den Heiligabend, an dem alle Austauschstudenten, die noch in Tbilisi waren, zusammen georgisch Essen gegangen sind, damit keiner zu Heiligabend alleine ist und das Heimweh über Weihnachten nicht überhandnimmt. Immer wieder schön waren auch die Momente (besonders auf Aussichtspunkten), wo man sich die Stadt angeschaut hat und einfach nur Dankbarkeit verspürt hat, dass man all das erleben kann!
Weihnachtsbeleuchtung auf der Rustaveli-Allee
Foto: Nina, Uni Jena